HOSPITALITY / CULTURE / ROOMS

Gastfreundschaft gilt nicht nur für Gäste.
Madhouse entsteht aus einer einfachen Idee.
Das gilt für einen Abend.
Und irgendwann für jeden Raum, der daraus entsteht.
Ein guter Ort darf nicht auf Kosten der Menschen entstehen, die ihn möglich machen.
Gastronomie kann wunderschön sein.
Sie kann aber auch ein ziemlich beschissener Arbeitsplatz sein.
Lange Nächte, Druck, Alkohol, wenig Schlaf und eine Kultur, in der Überlastung viel zu oft als Teil des Jobs akzeptiert wird.
Madhouse ist heute noch zu klein, um darauf mit großen Programmen oder Strukturen zu antworten.
Aber groß genug, um zu entscheiden, was später nicht verhandelbar sein soll.
Wenn daraus echte Teams und feste Räume entstehen, soll Fürsorge für die Menschen, die darin arbeiten, genauso selbstverständlich mitgedacht werden wie Service für die Menschen, die darin zu Gast sind.
Dazu gehören langfristig echte Unterstützung bei psychischer Belastung und ein vernünftiger Umgang mit Alkohol und Substanzen – aus Fürsorge, nicht aus Kontrolle.
Kein Ordner, den niemand liest.
Sondern etwas, das wirklich benutzt wird.
Zwei Fragen, eine Haltung.
Ein Abend wird nicht besser, weil jede einzelne Entscheidung für sich besonders clever ist.
Er wird besser, wenn Küche, Bar, Service, Musik und Gestaltung miteinander arbeiten – und die Menschen dahinter auch.
Das funktioniert nicht besonders gut, wenn alle erschöpft sind, Informationen nicht weitergegeben werden oder jeder nur versucht, seinen eigenen Teil durch den Abend zu bekommen.
Deshalb gehören die beiden Gedanken für Madhouse zusammen:
Wie behandeln wir die Menschen, die einen Ort besuchen?
Und wie behandeln wir die Menschen, die ihn möglich machen?
Ideen müssen einen Abend überstehen.
Madhouse soll nicht auf Moodboards funktionieren.
Die Dinge werden ausprobiert, benutzt, serviert, verschüttet, verändert und wieder ausprobiert.
Resident ist gerade der sichtbarste Teil davon.
Ein echter Tisch mit echten Gästen sagt mehr als eine perfekte Vorstellung davon, wie dieser Tisch einmal aussehen könnte.
Was funktioniert, darf bleiben.
Das gilt auch für Madhouse selbst.
Nicht alle Ideen müssen gleichzeitig zu Projekten werden.
Nicht jeder Gedanke braucht sofort einen eigenen Raum.
Resident findet statt. Andere Teile von Madhouse brauchen noch Zeit.
Und auch die Kultur, in der später einmal Menschen für Madhouse arbeiten sollen, entsteht nicht dadurch, dass man ein paar gute Sätze auf eine Website schreibt.
Sie muss mit jedem Schritt mitgebaut werden.
Irgendwann geht es um Orte.
Feste Räume, in denen all das nicht für einen einzelnen Abend zusammenkommt, sondern jeden Tag.
Nicht möglichst viele.
Sondern Orte, die ihre eigene Identität haben und trotzdem dieselbe Haltung teilen.
Räume, in denen ein Gast gerne bleibt.
Und in denen man auch gerne arbeitet.

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